FRAK Modul 90: Nachverdichten statt Bodenverbrauch

Freitag-Akademie für Führungskräfte

Die Preise für Baugrundstücke in Österreich haben sich 2020 in einer Bandbreite zwischen durchschnittlich 16 Euro/m2 im Bezirk Zwettl und 1.437 Euro/m2 in Döbling bewegt. Tendenz – jedenfalls in den Ballungsräumen – weiter stark steigend. Gleichzeitig sind im Vorjahr insgesamt 39 km2 Fläche versiegelt worden und gehen als biologisch produktiver Boden dauerhaft verloren. Neue Wohn- und Geschäftsgebiete haben dabei neben dem Straßenbau einen konstant hohen Anteil. Allein die Gemeinnützigen bauen mit durchschnittlich 17.000 Wohnungen jedes Jahr eine Stadt in der Größe von Wiener Neustadt. Nach wie vor in erster Linie auf „der grünen Wiese“.

Die jährliche Neu-Inanspruchnahme von Flächen soll laut Umweltbundesamt aber schon bis 2030 auf insgesamt nur mehr 9 km2 gesenkt werden. Noch immer eine Größe von rund 1.260 Fußballfeldern. Was bedeutet eine derart drastische Senkung jedoch für die Wohnungswirtschaft? Sind Nachverdichtungen im Bestand sowie ein „Reconstructing“ taugliche Mittel sowohl gegen steigende Grundstückspreise und Bodenknappheit als auch gegen weitere Bodenversiegelungen? Welche Regelungen dazu kennt das WGG schon heute? Was fehlt auf wohnrechtlicher Ebene und wie weit können Bebauungsdichten sozialverträglich erweitert werden? Diskutieren Sie dazu mit Experten aus Wissenschaft und Praxis – bei Modul 90 der Freitag-Akademie.

EXPERTiNNEN UND PRAKTIKERiNNEN

Mag. Thomas Ritt
Abteilungsleiter Kommunalpolitik und Wohnen, Kammer für Arbeiter und Angestellte Wien

Prok. Ing. Engelbert Spiß
Geschäftsbereichsleiter Bau, Neue Heimat Tirol, Innsbruck

Dir. Wolfram Stöby
Geschäftsführer Gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft FORTSCHRITT, Obmann der GBV-Landesgruppe Kärnten

o. Univ.-Prof.in iR DIin Dr.in Gerlind Weber
langjährige Leiterin des Instituts für Raumplanung und Ländliche Neuordnung, BOKU, Lehrbeauftragte und Konsulentin

MinR iR Dr. Andreas Sommer
Of Counsel, Weinrauch Rechtsanwälte GmbH